Was gibt es über den Anbau von Tomaten zu sagen?

Glaubt man der Statistik, ist des Deutschen liebstes Gemüse die Tomate. In unseren Einkaufsmärkten ist sie das ganze Jahr über in guter Qualität und den verschiedensten Sorten zu bekommen. Aber wie sieht es mit der Frische aus? Die Tomaten haben schließlich einen weiten Weg hinter sich, wenn sie in den Auslagen der Märkte landen. Darüber hinaus machen sich immer mehr Menschen Gedanken über die Folgen, die der Einsatz von Pestiziden und anderen Chemikalien für ihr Wohlbefinden haben kann. So gehen sie immer mehr dazu über, sich ihre Tomaten selber anzubauen. Im Garten gedeihen sie besonders gut. Aber auch, wenn Sie keine grüne Oase vor der Tür besitzen, müssen Sie auf Tomaten aus eigenem Anbau natürlich nicht verzichten. Denn inzwischen gibt es Sorten für Balkon oder Terrasse und sogar für die Fensterbank. Sofern Sie bereits ein passionierter Hobbygärtner sind, müssen Sie nicht einmal Geld für die Pflanzen ausgeben. Denn in jeder Tomate sind unzählige Samen, die Sie nur in geeignete Erde stecken. Und bereits nach kurzer Zeit können Sie die ersten Triebe sehen, die aus dem lockeren Erdreich stoßen. Alternativ gibt es die Samen aber auch zu kaufen, wobei Sie sich einer großen Auswahl gegenüber sehen.

Astaxanthin im Tomaten

Anbau von Tomaten zuhause

Für den Garten hat sich ein Folientunnel oder das so genannte Tomatenhaus etabliert. Denn mit Hilfe eines solchen Konstrukts werden die Pflanzen so geschützt, dass Sie Ihre Tomaten fast einen Monat früher genießen können. Aber vielleicht steht ja längst ein geräumiges Gewächshaus in Ihrem Garten. Die früheste Pflanzzeit im Freiland ist Mitte Mai, wenn kein Bodenfrost mehr zu erwarten ist. Denn Sie müssen die Setzlinge so tief wie möglich eingraben, sodass sie mehr und längere Wurzeln ausbilden können. Diese sorgen dann dafür, dass sie gut stehen und nicht von jedem Windstoß umgeworfen werden können. Denken Sie auch daran, für jeden Ihrer Setzlinge eine Spirale in den Boden zu stecken, an der sie hoch wachsen kann. Auf diese Weise sorgen Sie nicht nur für einen schön geraden Wuchs, sondern darüber hinaus auch für reichere Ernten. Reichern Sie die Erde mit gutem Kompost an, bevor sie Ihre Pflanzen in Abständen von ungefähr einem halben Meter einsetzen. Denn nur so haben sie genug Platz und Licht, um gut gedeihen zu können. Doch scheint es in manchen Gegenden Deutschlands ratsam sein, die Erde zusätzlich zu düngen. Verwenden Sie jedoch auf keinen Fall billigen Universaldünger, sondern speziellen Tomatendünger. Denn nur dieser kann Ihre Pflanzen mit allen Nähr- und Mineralstoffen versorgen, die sie wirklich brauchen. Sobald die Tomatenpflanzen blühen, sollten Sie ungefähr alle zwei bis drei Wochen an eine nachträgliche Düngung denken. Um die rote Färbung müssen Sie sich allerdings nicht kümmern. Die bekommen die Tomaten von ganz allein. Dafür sorgt nämlich ein bestimmter Stoff, der als Astaxanthin bekannt geworden ist. Doch eine wichtige Aufgabe bleibt Ihnen als Hobbygärtner dennoch, nämlich das Ausgeizen. Würden Sie dies nämlich versäumen, wüchsen Ihre Pflanzen kreuz und quer in alle Richtungen. Sie würden nicht nur den Nachbarn das Licht der Sonne nehmen, sondern auch so viel Energie in die Zweige stecken, dass für die Tomaten selbst nichts mehr bliebe.

Sie können also die Menge der Tomaten, die Sie ernten, maßgeblich beeinflussen. Und so gehen Sie vor: Nehmen Sie sich die Triebe vor, die seitlich wachsen und knipsen Sie sie ab. Dafür brauchen Sie kein spezielles Werkzeug, sondern können Ihre Fingernägel benutzen. Allerdings sollten Sie dazu Handschuhe tragen, um einen unangenehmen Geruch an den Fingern zu vermeiden. Wählen Sie für diese Arbeit einen Tag, an dem es sonnig ist, weil jetzt die „blutenden“ Stellen besser abheilen können. Die Triebe, die Sie entfernt haben, sind dabei kein Abfall. Wenn Sie sie nämlich ins Wasser stellen, treiben sie bereits nach ungefähr einer Woche Wurzeln aus. Dann können Sie sie ganz normal in die Erde setzen und Ihre Ernte vergrößern. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie in Ihrem Garten ausreichend Platz haben. Ansonsten ist die Tomate ein sehr pflegeleichtes Gewächs, um das Sie sich kaum mehr kümmern müssen. Sie sagt Ihnen sogar ganz deutlich, wann es wieder Zeit zum Gießen ist. Sie rollt dann nämlich ihre Blätter ein, weil sie langsam beginnen zu vertrocknen. So weit müssen Sie es natürlich nicht erst kommen lassen. Am besten ist es, wenn Sie das Erdreich rund um Ihre Pflanzen nach dem Einsetzen drei Tage lang gut feucht halten. Danach reicht täglich ca. ein halber Liter Wasser pro Staude. Achten Sie jedoch peinlich darauf, dass das Gießwasser nicht auf die Blätter trifft. Diese können nämlich leicht verfaulen und auf diese Weise Schädlinge anlocken. Legen Sie daher ein wenig Stroh um jede Pflanze, und vermeiden Sie so ein eventuelles Spritzen des Wassers. Und natürlich sollten Sie niemals in der größten Mittagshitze gießen, sondern diese Arbeit auf die frühen Morgen- und späten Abendstunden verlegen. Wenn Sie sich angewöhnen, Ihre Tomaten regelmäßig mit genug Wasser zu versorgen, werden Sie wunderschöne pralle Früchte erhalten. Und natürlich wird der Genuss viel größer sein, als würden Sie gekaufte Tomaten verzehren.

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8. November 2017 | Posted in Home & Garden
Diese Autor hat veröffentlicht 4 Artikeln. Mehr Infos über den Autor kommt bald.

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